Haltung der Regenbogen-Ninchen



Ich züchte mit gesunden, so artgerecht wie möglich gehaltenen Tieren. Sie werden in zwei Abteilungen in Gruppen gehalten. Ninchen mit Jungen werden getrennt von der Gruppe, wenn die Jungen dann 3-4 Wochen alt sind, werden sie wieder integriert.

Entgegen vieler Unken-Rufe muss ich sagen, dass das Zusammenleben meiner "Weiber" total unproblematisch verläuft, sie kuscheln viel und hängen wirklich sehr aneinander.

Die Herren, sind nicht ganz so unproblematisch. Wir haben sie aber schon vor der Geschlechtsreife zusammen gehalten und hoffen, dass sie noch lange Freunde bleiben, trotz mancher Raufereien. Sollten die Raufereien überhand nehmen, muss einer von beiden kastriert werden, denn ich möchte keinen Rammler in Einzelhaft halten. Unsere Rammler dürfen z.B. mit den Jungtieren spielen (sobald sie 3-4 Wochen alt sind) und gehen mit den zu deckenden Damen in den Auslauf.

Ich vertraue darauf, dass die Käufer eines Ninchen wissen, das eine Einzelhaltung schädlich und gegen die Natur von Kaninchen ist. Am Besten ist eine Paar- oder Gruppenhaltung mit entspechend dem Auslauf. Wenn möglich "TÄGLICH"!!! Dabei ist es egal ob in der Wohnung oder draußen.

Für Rat, Tips, Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung!!!


Indoor Paradies

Aufgrund der Seuche, die sich bei uns eingeschlichen hatte, musste ich meine Tiere bis zur Impfung für einige Wochen mit in unsere Wohnung nehmen. Innerhalb weniger Tage, zauberte mein Lebensgefährte ein wahres Ninchen-Paradies für unsere Lieblinge. (Vielen Dank mein Liebling für deine Spontanität). Damit nahm alles seinen Anfang...

Uwe hat entdeckt wie schön es sein kann den Ninchen zuzuschauen. Nachdem er nun endlich auch zum Ninchen-Liebhaber mutiert ist ging es los. Immer und immer wieder hat er unseren Auslauf, den Innenkäfig usw. umgebaut und "verbessert"!!!

Außengehege

Im Juli 2004 sind wir dann nach Bechtheim gezogen. Unbedingtes Kriterium für das Haus war ein Garten mit möglichst viel Platz für einen Kaninchen-Auslauf. Und so sah das Grundstück aus, als wir es zum ersten Mal sahen:











Mein Mann hat sich gleich in die Arbeit gestürzt. Nicht nur das Haus musste renoviert werden, nein, wir brauchten innerhalb von 4-6 Wochen einen einsatzfähigen Auslauf.
Natürlich sollten alle Fehler vermieden werden, die wir beim letzten Auslauf im Nachhinein festgestellt hatten, weiterhin sollte der Auslauf leicht zugänglich und noch leichter zu säubern sein. Unsere Ninchen sollen wieder in Aussenhaltung leben, wieder ein freies Leben führen und diesmal sogar in einem noch größeren, schöneren Gehege. Typisch mein Mann, ein Bauschlosser, sollten auch überall wieder schöne Bleche zur Zierde und als Beißschutz angebracht werden.









Also legte er los!!!









Natürlich wurden auch wieder alle liebevoll gefertigte VA-Teile meines Mannes im Auslauf aufgestellt. Die "Wurfbox" diente nun vorläufig als Häuschen und Rückzugsmöglichkeit, die Wasserbar mit Sandkasten und der große Heuraufen-Wasserständer fanden wieder einen Platz.









Im November 2004 wünschte ich mir dann zu Weihnachten von meinem Vater, einem Schreiner, eine richtig schöne Ninchenvilla, mit 12 Boxen, damit sich wirklich jedes Ninchen in eine Ecke zurückziehen und etwas Ruhe haben kann.
Auch hier wieder mit den berühmten Rundläufen, die sich einfach bewährt haben in einer so großen Damengruppe. Die Ninchen müssen die Möglichkeit haben einem übergeordneten Tier aus dem Weg zu gehen, d.h. wenn die Chefin die Tür rein kommt, muss ich als untergeordnetes Ninchen irgendwo einen Ausgang anstreben können, ohne Gefahr zu laufen fürchterlich verprügelt zu werden.

Ich zeichnete daraufhin einen genauen Plan, wie ich mir die Villa vorstelle. Mein Vater hatte schon immer ganz tolle Idee, wie solche Pläne umgesetzt werden könnten und ich habe mich auf seine genialen Einfälle verlassen. Wichtig bei der Planung war für mich, eine Möglichkeit zu finden, diese Villa, einfach aber wirkungsvoll sauber zu halten. Dabei hat sich mal wieder IKEA hervorgetan.
Ich hätte nie gedacht, wieviel man in einem Möbelhaus doch für den Ninchen-Auslauf finden kann. IKEA verkauft für nur 3,- € ideale Einschubboxen. Ca. 43x37 cm groß, ca. 8-10 cm hoch, sodass Einstreu eingefüllt werden kann, die Boxen selbst aber desinfizierbar und leicht zu reinigen sind. Herrlich!!!

Pünktlich zum Geburtstag wurde geliefert - und die Ninchen waren begeistert!!!









Ein schräges Dach für den Ablauf des Regenwassers, leider haben wir nicht bedacht, dass die Ninchen evtl. über dieses Dach flüchten könnten und müssen erst einmal etwas oben darauf stellen, bis ein 2. Dach mit etwas Dachüberstand da ist. :-) Man macht eben immer wieder irgend einen Fehler!!!

Oben hat Papa leider den 2. Ausgang vergessen, aber dieses Problem hat sich von selbst gelöst, denn ganz oben wohnen nur die Chefs, ein untergeordnetes Tier wagt es nicht, nach oben zu gehen.
Oben gibt es dann 4 Boxen und in der Mitte den Ausgang mit Treppe zum 2. Stock. Auch hier wiederum 5 Boxen, mit Abgang nach unten und 2 Ausgänge auf den Balkon der wiederum eine eigene Treppe nach unten besitzt. Hier gibt es genügend Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen.
Ganz unten sind dann nocheinmal 2 Boxen und 2 überdachte Liegeflächen. Das ganze Haus hat eine Länge von ca. 2,30m und ist ca. 45 cm tief, ohne die Terassen und Balkone. Es dürften also wirklich alle Ninchen einen trockenen Platz finden.


Die Front-Türen sind alle abnehmbar, so dass im Sommer genügend frische Luft und Schatten vorhanden sind und im Winter kann man die Türen zu machen und die Boxen mit Heu auffüllen, damit sich die Ninchen in eine warmes Heunest einkuscheln können. Dazu habe ich wieder einmal bei IKEA, zwei Schrankkörbe gefunden, die als Heuraufen dienen.




















Im Frühjahr haben wir dann den oberen Teil erst einmal sperren müssen und dafür das Dach um einen Meter verlängert, damit die Ninchen und vor allem die Babys den vielen Regen gut überstehen. Aber es wurde schon sehr, sehr eng und dringend Zeit, dass die Innenrenovierung des Hauses beendet wurde und der Ninchenauslauf weitergebaut werden konnte.










Ich konnte das Elend wirklich nicht mehr mit ansehen, aber endlich ging es weiter. Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass das alles viel, viel schneller gehen würde, aber "gut Ding will Weile haben" und ich musste Geduld üben, auch wenn es schwer fiehl.

Zuerst musste der ganze Buchsbaum um unser Grundstück weg und dann wurde unser neuer Zaun gebaut, dann kam endlich das Dach über den kompletten Auslauf, da war es schon Mai/Juni. Endlich war dann die 2. Ebene betoniert. Die Ablaufrinnen mussten 2-3x wieder neu aufgeklopft und wieder betoniert werden, bis das Wasser endlich auch dahin lief wo es sollte, schließlich will ich den Auslauf abspritzen können ohne das dabei die Ninchen ertrinken oder hinterher in einer Seen-Platte leben müssen.

Ich sah schon den nächsten Regen, den nächsten Schnee kommen und die Ninchen würden immernoch in Enge und unter freiem Himmel leben müssen. Doch dann ging alles Schlag auf Schlag und Ruck-Zuck waren dann endlich auch die Rammlerställe fertig, damit auch die Herren aus der Notunterkunft in vernünftige Ställe umziehen konnten und endlich auch wieder einen Auslauf zur Verfügung hatten.


Endlich sind wir fertig!!! Und hier sind unsere Ställe in voller Pracht!!!











Im Vordergrund, Ebene eins, dort findet sich links im Bild, unter dem Dach eine Regenrinne, die bei uns als Futterrinne missbraucht wird. So haben alle Damen nebeneinander Platz zu fressen ohne dass es zu Streitereien kommt.

























Auf der rechten Seite steht der Heuraufen-Wasserständer, aber ohne das Heuteil. Ich bin dazu übergegangen, den Heuraufen-Teil für die Heucobs zu verwenden. Beim "herausfischen" der Heucobs haben die Damen sich aber öfter selbst ihr Trinkwasser verschmutzt, da sie die Heucobs ins Wasser fallen ließen. Deshalb haben wir die beiden Einheiten getrennt.









Dann geht es über die breite Treppe (ein Wunsch von mir) auf die 2. Ebene. Hier finden wir auf der rechten Seite die ganze Länge des Zauns entlang ein großer Sandkasten. Unsere Ninchen lieben diesen Sand. Er dient als Badezimmer und als Toilette. Es gibt nichts niedlicheres als ein im Sand badendes Ninchen!!!





























Linker Hand steht die renovierte, neu gestrichene Ninchenvilla, nun endlich unter einem Dach und kann deshalb jetzt auch ganz genutzt werden. Uwe hat nicht nur eine interessante Lackierung und Hammerschlaganstrich für die Balkongitter beigesteuert, nein, er hat die Villa komplett überarbeitet. Der untere Teil wurde verkürzt, so dass jetzt das zweite Brett wegfällt und die Ninchen direkt vom Boden aus in den 1. Stock springen können. Ganz oben wurde die spitz zulaufende nicht nutzbare Fläche abgetrennt und dafür ein vergrösserter Balkon angebracht, dort haben wir nocheinmal drei Boxen eingebaut und dazu nochmal - von IKEA natürlich - eine Korbaufhängung angebracht, auch hier für Heu oder Gemüse.























Das schräge Dach, dient nun ebenfalls als Ruhefläche, Fluchtmöglichkeit oder Ausguck, dazu haben wir auf der obersten Ebene, endlich auch einen "Rundlauf" geschaffen, indem wir eine Tür eingebaut haben die zur gemauerten Treppen zum Herrenquartier hin führt. Damit könen die Damen nun direkt von den Heucobs oder der Herrentreppen in die oberste Etage der Villa gelangen.




















In der Mitte zwischen Ninchen-Villa und Sandkasten, haben wir einen ausgehöhlten Baumstamm, tatsächlich mal aus einer Zoohandlung und eine Amphore, zur Deko, aber auch zum Verstecken oder Spielen für die Ninchen. Vor allem ganz junge Tierchen finden das immer ganz herrlich!!!
Wenn es sehr kalt oder sehr nass ist, dann bestreuen wir den Boden der 2. Ebene mit Rindenmulch. Die Ninchen finden auch diese Idee ganz klasse, sie knabbern, buddeln, schwimmen und wühlen darin mit Begeisterung.









Auf der Treppe zur Herrenabteilung auf der 2. Ebene der Damenabteilung, ganz hinten in der Ecke, haben wir dann auch die Heucobs angebracht. Hier sind sie trocken aufbewahrt und die Ninchen können beim Fressen die Umgebung vom erhöhten Punkt aus im Auge behalten. Einfach ideal und zum wohlfühlen.









Gehen wir doch diese Treppe mal hinauf:


Hier befinden wir uns in der Herrenabteilung.










Hier sind ingesamt, 9 Boxen untergebracht. Auf der linken Seite sind 3 Boxen etwas niedriger übereinander, das sind die Damenboxen, bzw. die Gebärboxen. Uwe hat die Eingangstüren ganz liebevoll mit Ninchenmotiven gestaltet. Eine irre Arbeit, sieht aber suuuper aus!!! Ich kann mich wirklich nicht satt sehen daran!!! Es fehlen noch die Häuschen, die ganz links an die Wand in die Nische rein sollen, da hier ja schon eine natürliche Höhle beim Bau entstanden ist. Wir hoffen, dass unsere Damen das auch so gut finden!!!










Die unterste Box kann auch evtl. mit der daneben liegenden verbunden werden, z.B. als Jungtierbox für den Nachwuchs. Hier gibt es eine Tür die bei Bedarf geöffnet werden kann.









Die rechte Seite der Boxen, drei gleich große Boxen, oben und darunter sind so gestaltet, das die untere Reihe insgesamt niedriger ist als die obere Reihe Boxen. Die oberen Boxen werden mit Rammler belegt, die mit einem Kastraten zusammen leben, die unteren Boxen mit Rammler die einzeln leben. Die oberen Boxen sollen noch ein umlaufendes Sitzbrett bekommen, damit die Höhe auch voll ausgeschöpft wird und sich die beiden Tiere etwas aus dem Weg gehen können. Die unteren Boxen werden nur ein kleine Sitzbrett erhalten, einfach zum klettern und erhöht sitzen. Der Auslauf unter den Boxen, ist mit einem kleinen Sandkasten, einer Wasserrinne und div. Spielzeug bestückt. Hier können die Rammler wechselseitig rumrennen, flitzen, springen oder einfach langgestreckt in der Sonne liegen.









In den rechten vier Boxen, 2x oben und 2x unten, hat sich Uwe für die Heucobs und das Müsli etwas besonderes einfallen lassen. Die beiden Boxen haben in der Mitte jeweils eine Metallschale, die von beiden Seiten aus befüllt und benutzt werden kann. D.h. 4 Kaninchen oben und zwei Kaninchen unten haben den gleichen Futternapf. Somit hatten wir für einen Teil unserer Tiere schon einmal eine vernünftige Futterbox gefunden. Die lose rumstehenden Näpfe stören uns sehr. Dann suchten wir weiter eine gute und günstige Möglichkeit Wasser und Futter "an den Mann" zu bringen. Ich mag keine Flaschen, diese Nuckelteile kleckern mehr als dass sie nutzen und ich bin auch nicht sicher, ob eine Ninchen auf diese Weise genug Wasser trinkt, es ist einfach zu anstrengend. Also ging mal wieder die Suche los. Da wir nicht nur durch die IKEA mit dem Ninchen-Detektorblick gehen, sondern einfach überall unseren Blick auf Ninchentauglichkeit der Gegenstände schweifen lassen, kamen wir diesmal im Baumarkt auf die entscheidende Idee. Diese kleinen Behälter für Schrauben und Nägel sind einfach ideal. Sie können leicht eingeschnitten, ideal am Gitter befestigt werden und zusätzlich mit Klammern gesichert werden. Sie sind einfach herauszunehmen damit sie gründlich gereinigt werden könnnen, sind nicht teuer, d.h. wenn sie unschön werden oder zusehr angenagt, können sie leicht und schnell und günstig ersetzt werden. Einfach ideal - finden übrigens auch unsere Rammler!!!

Da nicht alle Herren zu zweit sitzen, also einen Partner zum warm halten haben und unser Brennholz auch noch irgendwo unterschlüpfen muss, ist direkt hinter den Rammlern unser Holzlager untergebracht. Belüftung und Wärmepolster in einem. Im Sommer kann die Tür zum Holz geöffnet werden und auch das seitliche Plexiglasteil bei den Rammlern zur besseren Belüftung herausgenommen werden.










In unserem Gartenstücken werden nun Korkenzieherweide, Zitronenmelisse, Rosmarin und diverse andere Kräuter gezogen, weiterhin bekommen usere Ninchen jedes Jahr unseren Weihnachtsbaum und Nadelbaumzweige serviert. Täglich gibt es weiterhin jede Menge Gemüse.
Seit Deukanin die dumme Idee hatte, das Deukanin Diätfutter nicht mehr zu produzieren bin ich erst einmal auf Deukanin Kräuter & Petersilie umgestiegen. Hauptsächlich ernähre ich meine Ninchen aber mit Heu und Heucobs.



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